Öffnungszeiten:
täglich
von 11:30 - 14:00 Uhr
und 17:00 - 22:00 Uhr
Dienstag: Ruhetag
Bierbrauen
Seit 1516 legt das deutschen Reinheitsgebot genau fest, dass ein Bier aus Gerste, Hopfen und Wasser zu bestehen hat. Bis heute ist lediglich die Hefe dazugekommen, die war nämlich damals noch unbekannt. Wichtig sind natürlich die Qualität der Zutaten und sowohl Geschick als auch Geduld des Braumeisters.
Das Vredener Brauhaus verlässt sich auf seinen Braumeister, der es jedes mal aufs Neue schafft, das Vredener (Originalschriftzug!) zu einem Meisterbier zu brauen. Dabei müssen die unterschiedlichsten Faktoren beachtet und zu einem ausgewogenen Zusammenspiel gebracht werden.
Wichtig zunächst ist das Wasser. Entscheidend ist hier der Härtegrad, ebenso wie der Mineralstoffgehalt. Glücklicherweise enthält das Vredener Stadtwasser alle wichtigen Voraussetzungen, um als Grundlage für unser Meisterbier zu dienen. Der nächste Grundstoff ist das Getreide. Für die Gärung wird jedoch viel Zucker benötigt, der im Getreide so nicht verwertbar ist. Also wird das Korn im Malzvorgang zum Keimen gebracht. Dadurch werden Enzyme mobilisiert, die die vorhandene Stärke in Maltose oder Dextrin umwandeln. Wichtig bei der Keimung ist natürlich die richtige Temperatur und ausreichend Feuchtigkeit. Eine bis zwei Wochen bei 10 - 12 º C und danach eine Trocknung bei 105 º C - fertig ist das Braumalz, das vor der weiteren Bearbeitung noch geschrotet werden muss. Wasser und geschrotetes Braumalz zusammengerührt ergeben die Maische.
Auf dem Weg zum fertigen Bier folgt nun die Würzebereitung. Zum Auslaugen löslicher Substanzen wie Maltose und Dextrine aus der Maische, wird diese in Teilen ein- oder mehrmals zum Kochen gebracht und der stehenden Bottichmaische zugeführt. Danach wird gefiltert und übrig bleibt auf der einen Seite die Würze und andererseits der von den Bauern zur Verfütterung an Schweine sehr beliebte Treber.Als nächstes kocht die Würze ein bis zwei Stunden. Jetzt wird der Hopfen zugesetzt. Übringens: den typischen Geschmack erhält das Bier durch den Hopfen. Dabei bestimmen Anbaugebiet, Hopfenart, Zugabezeit und -modus die Geschmacksvarianten. So, und weil wir ja alle keine Hopfenrückstände im Bier finden wollen, wird die Würze ausgeschlagen, d.h. mit relativ hoher Geschwindigkeit in einen »Whirlpool« gepumpt und so im Kreis durch die Wanne gedreht. Dadurch werden die zu
Boden sinkenden schweren Bestandteile zu einem Kegel geformt, der in der Mitte des Bodens zum Liegen kommt und problemlos entsorgt werden kann. Jetzt schnell abgekühlt, in offene Gärtanks gepumpt und Hefe dazu. Die Hefe bewirkt die Umwandlung des Malzzuckers in Alkohol und Kohlensäure. Nach ca. einer Woche kommen wir dem Bier schon näher. Jetzt nämlich wird das Jungbier in Lagertanks umgefüllt und nach etwa drei weiteren Wochen abgefüllt bzw. ausgeschenkt. Na dann: Prost!
Und wer jetzt meint, er könne sein Bier selber brauen, dem sei gesagt, dass viel Fingerspitzengefühl und jahrelange Erfahrung des Braumeisters nötig sind, um ein Meisterbier mit der Qualität unsere Vredeners (Originalschriftzug!) herzustellen.